Termine & Kontakte

Jahrestagung ISPPM in Berlin Spandau

Datum: 28/10/2017 - 29/10/2017

Uhrzeit: Ganztägig

Wissenschaft und Erfahrungsweisheit in der ISPPM
Eine (schon lange) notwendige Diskussion über Spiritualität und Achtsamkeit
29. Jahrestagung der ISPPM
Berlin Spandau, Ev. Johannisstift
28./29. Oktober 2017
Die Tagung richtet sich u.a. an Fachpersonen aus folgenden Berufsgruppen:
Psychotherapie, Geburtshilfe, Pädiatrie, Körpertherapie, Pädagogik, Soziologie, Psychologie

 

In diesem Jahr haben wir, getreu dem Beschluss der Mitgliederversammlung im Jahre 2015, ein etwas anderes Tagungsformat geplant, nämlich eine interne Arbeitstagung (offen auch für neue Interessierte), zu der wir Sie/Euch sehr herzlich für den Herbst nach Berlin einladen. Durch die begonnene Diskussion im erweiterten Vorstand im Frühjahr 2015 haben wir die Brisanz der Begriffe Spiritualität, Wissenschaft, Akzeptanz, Respekt und Empathie erfahren und die Notwendigkeit erkannt, diese Diskussion fortzusetzen und zu erweitern. Die Gespräche waren zu der Zeit vor allem durch unterschiedliche Meinungen und Emotionen geprägt. Diesen wollen wir uns nun stellen und freuen uns, diese Thematik innerhalb der gesamten Mitgliedschaft zu diskutieren.

Der wissenschaftliche Beirat der ISPPM hat sich in seinem Arbeitspapier zu diesem Thema wie folgt geäußert: „Das Prinzip der Komplexität gilt gleichermaßen für naturwissenschaftliche wie für geisteswissenschaftliche, aber auch subjektiv emotionale Phänomene. Damit ist die Aufspaltung in Naturwissenschaften und Hermeneutik auf einer erkenntnistheoretischen Ebene überwunden. So steht der mögliche Erkenntniswert einer introspektiven empathischen Wahrnehmung grundsätzlich auf der gleichen Stufe wie naturwissenschaftlich ermittelte Daten. Welche Bedeutung ihm in einer bestimmten Situation tatsächlich zukommt, entscheidet sich durch den Kontext.

Dies gilt auch für vorgeburtliche und geburtliche Erfahrungen, die sprachlich und rational nicht zugänglich sind und sich in Stimmungen und Körpergefühlen äußern. Sie stellen auch im späteren Leben eine unverzichtbare Grundlage für kommunikative sowie kreative Prozesse und damit auch für therapeutische Prozesse dar.“

Diese Aussagen möchten wir der Tagung voran stellen, um zu einer Diskussion einzuladen, die lange überfällig ist: Wissenschaft und Erfahrungsweisheit in der ISPPM – eine Diskussion über Spiritualität und Achtsamkeit im Kontext prä- und perinatalen Geschehens. Es geht hier auch darum, einen weiteren Arbeitsbegriff einzuführen: das „Implizite“.

Wir freuen uns darauf, im Kontext der unterschiedlichen Erfahrungen einzelner Mitglieder deren Positionen zu erfahren, auszutauschen, zu diskutieren und wertzuschätzen. Davon versprechen wir uns, hinsichtlich der verwirrenden Begrifflichkeiten etwas Klarheit zu bekommen und vor allem den konstruktiven Austausch unter den Mitgliedern zu unterstützen.

Auch erhoffen wir uns ein mehr gemeinsames WIR, um so geschlossener nach außen in gesellschaftlichen Arbeits- und Diskussionszusammenhängen aufzutreten. Die individuellen Positionen und Haltungen eines/r jeden Einzelnen von uns bleibt selbstverständlich davon unberührt.

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